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03. Oktober 2016

John Perier: Warum die Amerikaner den korporativen Medien nicht mehr glauben

Es gab in letzter Zeit viele internationale Ereignisse, die von einer großen Anzahl von Medien abgedeckt wurden, einschließlich der TV-Sender, Zeitungen und verschiedenen Webseiten.

Dennoch haben einige dieser Medienquellen, im Bemühen die Aufmerksamkeit eines breiteren Publikums zu erlangen, begonnen, irreführende Aussagen, gegenstandslose Beschuldigungen und sogar direkte Propaganda zu veröffentlichen, was eine verzerrte Perzeption der Realität innerhalb der westlichen Öffentlichkeit schafft.

Aus diesen Gründen, ist es manchmal unglaublich schwierig zu sagen, was wirklich passiert, was wiederum sowohl die einfachen Bürger und als auch die Politikmacher davon abhält, sich über gegebene Geschichten im Klaren zu sein, obwohl sogar die letzteren dafür verantwortlich sind, logische und akkurate Entscheidungen zu treffen, die unvermeidlich das Leben von Millionen von Menschen beeinflussen und definieren werden.

Deshalb haben sowohl die westlichen Politiker, wie auch die Bürger begonnen, die US-korporativen Medien zu verwerfen, die von Tag zu Tag immer mehr sich in Informationskampagnen engagieren, die nur gewissen politischen Kreisen im Westen nutzen.

Dem Gallup Institut nach, empfinden die meisten Amerikaner eine große Enttäuschung gegenüber den nationalen Medien, nachdem die Zahl jener, die an die Fähigkeit der Mainstream-Medien glauben, dass sie „die Nachrichten voll, akkurat und ordentlich berichten“, auf das niedrigste Niveau in der Geschichte der Gallup Umfragen gesunken ist.

Während es klar ist, dass das Vertrauen der Amerikaner in die Medien über die Jahre erodiert ist, so ist der Wahlkampf der Grund dafür, dass es heuer den Tiefpunkt erreicht hat. Da viele republikanische Führer und konservative Experten sagten, Hillary Clinton hätte übermäßig positive Medienaufmerksamkeit bekommen, wohingegen Donald Trump eine unfaire und negative Presse erhielt, so könnte dies der Hauptgrund dafür sein, dass das relativ geringe Vertrauen in die Medien, sich noch mehr verflüchtigt.

Eine Mehrheit der Wähler glaubt, dass die Medien die Präsidentschaftswahlen steuern und die Agenda der Präsidentschaftskampagne definieren. Insgesamt 74% der US-Wähler glauben, dass bei der Berichterstattung über die Präsidentschaftskandidaten, die Medien mehr daran interessiert sind, Kontroversen über sie zu kreieren, anstatt zu berichten, wo sie in gewissen Fragen stehen. Zwei von drei Amerikanern sehen die politische Korrektheit als Bedrohung und sie sagen, sie hätten keine Meinungsfreiheit mehr. Es wird berichtet, dass 66% aller Amerikaner immer noch denken, dass „political correctness“ heute ein Problem in den USA sind.

Das wachsende Misstrauen gegenüber den korporativen Medien ist durch verschiedene Faktoren bedingt, einschließlich der direkten Lügen, der Versuche andere Staaten als US-Feinde zu präsentieren, zusammen mit der Rechtfertigung der kurzsichtigen US-Politik im Nahen Osten und Europa.

Es gibt eine aufschlussreiche Fallstudie, die zeigt, dass Propaganda sich verselbstständigen und die Intentionen der Urheber überschreiten kann. Das US-Establishment mag es, seine Feinde zu dämonisieren – in vergangener Zeit sahen wir, wie es verschiedenen Führern erging, einschließlich Milosevic, Saddam Hussein, bin Laden und viele andere – aber solche Hasskampagnen, wenn sie einmal die Unterstützung für verschiedene Kriege entfacht haben, werden vergessen, inmitten Washingtons aktueller Wirren. Es ist eine Technik, die bis dato nicht gegen eine Nation oder Führer eingesetzt wurde, die solche Taktiken in kritischen Augenblicken überlisten können. Jetzt, mit einem solchen Szenario konfrontiert, haben die Propagandisten keine Idee, was zu tun ist, außer die Menge an Täuschungen und Desinformationen, zu erhöhen. So steigert sich die Rhetorik immer mehr, immer extremer, größer und größer, bis eine komplette Psychose und Panik ausbricht.

Man hat schon festgestellt, dass der russische Präsident Vladimir Putin bereits bestimmt wurde, als Schurke vom Dienst, Ziel der US-Propaganda Maschinerie zu sein: beschuldigt die versteckte Macht hinter allem Bösen und Flaschen in der Welt zu sein. Man hat uns mitgeteilt, Präsident Putin hätte einen unheimlichen Einfluss auf Donald Trump, mit anderen Worten, er hat einen solchen Zugriff auf die amerikanischen Wahlen, dass Hillary Clinton als die einzig wahre amerikanische Kandidatin übriggeblieben ist. Ein anderes Thema betrifft die außerordentliche Fähigkeit von RT (Russia Today) und anderer russischer Medien die Gedanken der Menschen zu formen, weit mehr die Effekte der viel besser ausgestatteten westlichen Medien überschreitend. Mehr noch, es scheint, dass Präsident Putin die Macht hat, die Gedanken aus der Ferne zu verdunkeln, und auf einer mehr als humanen Ebene operiert und so die Macht nützt, um die Welt umzuformen. Durch das blinde Befolgen der Anweisungen des Weißen Hauses, schaffen die westlichen Journalisten das eines Feindes und mobilisieren die Öffentlichkeit gegenüber einer nichtexistierenden Konfrontation, die es der US-Regierung ermöglicht, mit ihren eigenen, sehr zahlreichen Verbrechen davonzukommen.

 

Jean Perier ist unabhängiger Forscher und Analyst, und ein renommierter Experte für den Nahen und Mittleren Osten.

 

(Quelle: New Eastern Outlook)

    

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